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                              • Die Mischung machts - beim Wohlfühl-Spaziergang, Teil 2

                              "Die Mischung machts!"

                              beim Wohlfühl-Spaziergang (Teil 2)

                              Menschen mit Hund schätzen die Bewegung in der Natur. Auch der Vierbeiner geht gerne vor die Türe. Wie lange sollte ein Spaziergang sein? Und wieviel Bewegung tut dem Hund tatsächlich gut? Woran erkenne ich, dass der Spaziergang zu lange war?

                              Anzeichen für körperliche Erschöpfung sind „trödeln“ oder hinlegen gegen Ende des Spaziergangs. Manche Hunde hecheln stark und wirken müde. Viele dieser Hunde haben nach dem Spaziergang ein übermäßiges Schlafbedürfnis oder kommen, im Gegenteil dazu, kaum zur Ruhe. Obwohl sie hundemüde sind, drehen sie noch einmal richtig auf, fangen an, auf Gegenstände oder Familienmitglieder aufzureiten oder bringen Ihnen den Lieblingsball, so dass der Eindruck entsteht, der Hund wäre noch immer nicht ausgelastet. Das Gegenteil ist der Fall. Anzeichen für mentale Erschöpfung sind große Pupillen, das sogenannte „Stressgesicht“, körperliche Anspannung, starkes Hecheln, ein nervöser Eindruck, häufiges Erregungsbellen, in die Leine beißen und „explosionsartige“ Überempfindlichkeit gegenüber Umweltreizen.

                              Hier geht es ausschließlich um den erwachsenen Hund.  Wann ist ein Hund eigentlich erwachsen?

                              Ein Hund ist körperlich und geistig erwachsen, wenn er etwa 1,5 bis 3 Jahre alt ist. Kleine Rassen und Mischlinge sind mit etwa 1,5 – 2 Jahren ausgewachsen. Große Hunde brauchen länger, etwa 2 – 2,5 Jahre. Auch gibt es sogenannte spätreife Rassen oder Mischlinge daraus, wie z.B. Australian Shepherds, Border Collies, Rhodesian Ridgebacks, Hovawarts und Magyar Vizslas, die eine intensivere und längere Jugendentwicklung durchmachen und erst mit etwa 3 Jahren vollständig erwachsen sind.

                              Fazit:
                              Beobachten Sie Ihren Hund genau, ob die Länge des Spaziergangs und die Wegstrecke passend ist. Die Wahl der Umgebung hängt maßgeblich davon ab, wie Ihr Hund die Umwelt erlebt und verarbeitet. Grundsätzlich gilt: Je mehr ein Hund erlebt, desto kürzer soll die Gassizeit sein. 

                              Wenn Sie beide Lust auf einen langen Spaziergang haben, wählen Sie eine Strecke, auf der weniger los ist. Nicht nur für Ihren Hund ist es weniger anstrengend, wenn zwischen Begegnungen mit anderen Hunden, Wildgerüchen/-sichtungen oder fremden Menschen ausreichend zeitlicher Abstand ist. Sorgen Sie für Abwechslung und erkunden Sie auch einmal wieder einen völlig neuen Weg oder ein fremdes Gebiet. 

                              Neben den Umweltreizen spielen diese Faktoren eine große Rolle: Wetter, Gesundheitszustand, Tagesform und Alter des Hundes, Ansprache und Beschäftigung während des Spaziergangs, Aufgaben außerhalb des Spaziergangs, Sensibilität gegenüber Umwelt- und Bewegungsreizen, Ängste und Haltungsbedingungen.

                              Genießen Sie die Bewegung mit Ihrem Hund an der frischen Luft und gönnen Sie sich Ihre gemeinsame „Auszeit“. Mit diesem Wissen und einem geschulten Blick sind Sie auf der sicheren Seite Ihren Hund nicht zu überfordern. Es spricht ja auch überhaupt nichts dagegen, einen schönen langen Spaziergang zu unternehmen oder viele Hundefreunde zu treffen - wenn Sie den nötigen Ausgleich dafür schaffen. Denn der Spaziergang sollte nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Hund gut tun – „Die Mischung macht‘s!“.

                              Zur Person

                              Claudia Eberle, Easy Dogs - Hundeschule Herzogenaurach

                              Claudia gehört zum Easy Dogs Team und hat sich auf Gruppentraining mit Welpen und Junghunden spezialisiert.
                              Sie ist der kreative Kopf und die treibende Kraft für Innovation. "Wer Visionen hat, geht zum Arzt!" - oder gründet Easy Dogs.

                              1. Teil

                              "Die Mischung machts!" - beim Wohlfühl-Spaziergang

                              Weitere Kolumnen von Claudia

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