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                              • Wie viel Bewegung ist sinnvoll?

                              Wieviel Bewegung

                              ist sinnvoll?

                              Es gibt kaum etwas Schöneres: Ausgedehnte Spaziergänge zusammen mit dem Vierbeiner. Mensch und Hund lassen gemeinsam die Seele baumeln und genießen die Bewegung an der frischen Luft. Wie lange sollte der tägliche Spaziergang sein und wieviel Auslauf braucht eigentlich ein Hund?
                              Pauschal gibt es auf diese Fragen keine Antwort. Die optimale Länge eines Spaziergangs hängt individuell von dem Hund und anderen Faktoren ab wie z.B. das Alter des Hundes, dem Ort, die Anzahl und Art der Umweltreize, die Vielzahl und Intensität der Hundebegegnungen, dem Umfang der Beschäftigung während des Spaziergangs, der Tagesform und körperliche Verfassung Ihres Hundes sowie dem Wetter und das gemeinsame Tempo.

                              Hunde sollten nicht überfordert werden, insbesondere junge und alte. Für Welpen und Junghunde gilt als Faustregel: Im Durchschnitt nicht länger als eine Minute je Lebenswoche pro Spaziergang gehen, um Körper und Geist nicht zu überfordern. Auch bei Hundesenioren sollte das Tempo und die Länge je nach Tagesform anpasst werden.
                              Die täglichen Runden müssen dabei nicht zur langweiligen Pflicht werden. Variieren Sie die Wegstrecke. Wechseln Sie zwischen belebten und ruhigen Strecken im Wald, auf Feldwegen oder in der Stadt. Folgende Faktoren sollte der Hundehalter dabei im Blick haben: Wie reagiert der Hund auf die Umgebung und stressauslösende Einflüsse? Wie verändert sich seine Körpersprache?

                              Spaziergänge dürfen durchaus aufregend sein - es kommt aber auf ein gesundes Maß an. Nicht jede Flitzerunde mit anderen Hunden ist gut für Ihren Hund, gerade wenn man auf eine größere Hundegruppe trifft. Ebenso ist nicht jeder Ort für jeden Hund geeignet. Manche Hunde sind z.B. in der Stadt oder in wildreichen Gebieten so aufgeregt, dass sie kaum noch ansprechbar sind und die Situation vor Angst oder Stress kaum verarbeiten können. Übermäßiger Stress kann, auch bei Hunden, zu gesundheitlichen Problemen führen.

                              Tipps für den Alltag:

                              Variieren Sie die Länge des Spaziergangs. Der Hund muss nicht jeden Tag zwei, drei Stunden Auslauf haben. Kommt Ihr Hund einen Tag etwas zu kurz, kann es am anderen Tag länger werden. Setzen Sie sich selbst nicht unter Druck! Beobachten Sie Ihren Hund und ziehen Sie Konsequenzen daraus: Wie verändert sich seine Körpersprache? Zeigt er Stress? Legen Sie auf dem Spaziergang ruhig einmal eine Pause ein. Setzen Sie sich auf eine Bank und genießen die Ruhe - vor allem nach besonders aufregenden Situationen. Den Hund zwischendurch anzuleinen kann helfen, dass er wieder entspannter wird. Um die Erlebnisse gut zu verarbeiten, sollten Sie dem Hund nach dem gemeinsamen Spaziergang immer ausreichend Ruhe und Schlaf gönnen.

                              Und das Wichtigste: War es einmal zu viel für Ihren Liebling, lassen Sie es den nächsten Tag ruhiger angehen.

                              Zur Person

                              Claudia Eberle, Easy Dogs - Hundeschule Herzogenaurach

                              Claudia gehört zum Easy Dogs Team und hat sich auf Gruppentraining mit Welpen und Junghunden spezialisiert.
                              Sie ist der kreative Kopf und die treibende Kraft für Innovation. "Wer Visionen hat, geht zum Arzt!" - oder gründet Easy Dogs.