Ist es normal,
dass Hunde Gras fressen?

Den einen oder anderen Leser wird es wohl sicherlich wundern, dass Sie in meinem heutigen Artikel von der Thematik des Grasfressens lesen. Ist das Grasfressen nicht ganz normales Hundeverhalten? Glauben Sie mir, es ist einer genaueren Betrachtung wert. Oft kommen Hundebesitzer in meine Praxis, deren Hunde schon längere Zeit Probleme mit der Verdauung haben. Dann ist eine meiner Standardfragen, ob ihre Hunde auffallend viel Gras fressen und ob es zu bestimmten Tageszeiten vorkommt. Erbricht der Vierbeiner das Gras hinterher wieder oder aber scheidet er es über den Kot wieder aus? Viele Hundefreunde fragen mich dann, ob sie den Hund das Gras fressen lassen sollen und dürfen oder wie sie diese Angewohnheit verändern können.
Hunde, die Gras fressen, sind sich ihres Handelns bewusst und mein Rat als Tierhomöopathin ist: Lasst sie bitte Gras fressen, denn es ist wirklich selten grundlos!Wenn es sich aber um eine Grasfläche handelt, bei der man davon ausgehen kann, dass dort mit Insektiziden oder ähnlichem „gespritzt“ wird (z.B. am Feldrand), wäre das ein Grund, das Knabbern am Gras z.B. mit einem freundlichen Rückruf zu unterbrechen. Nicht jeder Hund, der Gras frisst, hat automatisch ein Problem mit seiner Verdauung; ein Zusammenhang besteht jedoch sehr häufig.
Es gibt unterschiedliche Auslöser für einen Hund Gras zu fressen,
dazu zählen z.B.:
- Verdauungsprobleme
- Unverträglichkeiten
- Andere organische Probleme, z.B. Leber- oder Nierenschwäche
- Übelkeit
- Stress
- Übersprungshandlungen
- Zahnschmerzen
- Fremdkörper
- Zu geringe Magensaftproduktion
- Langeweile
- Durst, u.v.m.

Daher ist es von besonderer Wichtigkeit seinen Hund genau zu beobachten. Dies könnte dann der erste Hinweis bei einer homöopathischen Anamnese (detaillierte Fallaufnahme) sein, um der Ursache näher zu kommen und dem Tier durch geeignete Mittel Linderung zu verschaffen.
Diese Mittel müssen nicht immer Homöopathika sein. Bei einem sehr gestressten Hund, dem der Stress regelrecht auf den Magen schlägt, wäre Entspannungstraining und eine Bachblütenbehandlung eine sinnvolle Kombination. Aber auch Schüssler-Salze, Massagen, Wärmekissen, Nahrungsumstellung oder Kräuter lassen sich hervorragend einsetzen.
Knabbert Ihr Hund ab und an einmal an Gras, ist dies ein ganz normales Hundeverhalten - vielen Vierbeinern schmeckt Gras gut! Sobald es gehäuft auftritt und zusätzlich mit Würgen, Erbrechen oder ständig wechselnder Kotbeständigkeit einhergeht, kann es ein Anzeiger auf eine gesundheitliche Problematik sein.
Wichtig ist, das Tier in seiner Gesamtheit zu betrachten und gesundheitliche Ursachen für das Grasfressen nicht grundsätzlich auszuschließen. Dann sollte man ganz individuell entscheiden, ob der Hund eine Behandlung benötigt und welche Therapie die passende ist.
Zur Person
Silke Arling, Tierhomöopathin
Silke Arling ist ein 1975er Jahrgang, humorvoll und sehr einfühlsam und veröffentlicht Ihre Kolumne im Easy Dogs Blog, um Ihnen die Naturheilkunde zu veranschaulichen. Sie hat ein riesengroßes Herz für Tiere und wird auf eine ganz sympathische Art und Weise verschiedene Fragen klären. Es war nicht leicht, sie als Autorin zu gewinnen und wir schätzen es daher sehr, dass sie das Easy Dogs Blog mit Ihrem Wissen bereichert. Eine ganz besondere Frau, mit viel Witz und Charisma!

Silke Arling
Tierhomöopathin
Handollweg 10
92355 Velburg
Mobil: 0176/70038331
E-Mail: silke.arling@web.de
www.bachblueten-und-homoeopathie-fuer-tiere.de
Tierhomöopathin mit mobiler Praxis sowie Praxisräumen im Hundemaxx in Nürnberg
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